Über
Letter of Intent ist ein juristischer Begriff: eine Absichtserklärung, die zwischen zwei Personen natürlicher oder juristischer Art ein gemeinsames Ziel verdeutlichen soll, ohne sich dabei zu binden. Die gesamte öffentliche Diskussion in westlichen Demokratien funktioniert nach diesem Prinzip. Keine öffentliche Erklärung ist bindend, jedes in Zeitungen, Radio und Fernsehen geschaltete Zitat ist eine Erklärung ohne Folge.
Dennoch ist dies ein wichtiges Element der Mediendemokratie. Man muss Leuchtraketen abschießen dürfen und gleichzeitig flexibel sein. Man muss sich mit seinen Mitstreitern, Genossen oder Koalitionären, auch mit den Gegnern, auf bestimmte Dinge in der Formulierung einigen können. Sonst geht es nicht weiter. Dabei geht es nicht um Konsensdemokratie, sondern um den Willen einer Formulierung zur Abtastung der gegenseitigen Positionen.
Auch unsere Gesellschaft braucht einen allgemeingültigen Letter of Intent. Sie hat ihn nicht. Kein “e pluribus unum” wie in den USA, kein “liberté, égalité, fraternité” wie in Frankreich. Deutschland braucht sein Motto, die Grundlage, das Unverwechselbare.
Der Autor dieses Blogs möchte mit gutem Beispiel vorangehen und seinen Letter of Intent formulieren. Anhand seiner Blogeinträge möchte er auch für sich selbst die Gedanken zu aktuellen Themen strukturieren. Das, was er vor den Zeiten des Internets auf Papier oder in Tagebücher geschrieben hätte, schreibt er nun hier rein. Das öffentliche ist zweitrangig, aber gewollt. Die Diskussion gewünscht.
Und eines bleibt bei aller Unverbindlichkeit eine allgemeingültige Aussage, des Blogs und des Autors:
Wullenwever kämpft für die Freiheit.





