Wenn man das Wort „Boykott“ in das google-Feld im Browser eingibt, schlägt die Suchmaschine automatisch „Israel“ vor – nicht Kuba, Iran, Nordkorea, China, sondern Israel. Dass weltweit immer wieder zum Boykott zionistischer Waren aufgerufen wird, ist ja nichts Neues. Und auch nur als eine Äußerung gegen die Politik Israels, keinesfalls gegen das Land oder die Juden darin zu verstehen.
Die autonome italienische Gewerkschaft Flaica Cub wollte sich nun offenbar nicht mehr mit diesen vorgeschobenen Kinkerlitzchen aufhalten, sondern forderte frank und frei
nicht in Geschäften im Besitz von Mitgliedern der jüdischen Gemeinde einzukaufen (…).
Erst durch erfolgte Proteste und eine angekündigte Anzeige wegen Aufhetzens zum Rassenhass änderte die Gewerkschaft den Kurs und ruft nun wie üblich „nur“ noch zum Boykott israelischer Waren (Codenummer 729) auf (ital.), als
piccolo gesto contro la politica dei massacri a Gaza.
kleine Geste gegen die Massaker-Politik in Gaza.
Wie gut, dass
1. die Solidarität mit der Hamas in Gaza nicht antisemitisch motiviert ist und
2. Antisemitismus ein „rechtes“ Problem bleibt.
Aber darüber durften wir uns ja schon häufiger freuen.







[...] in der deutschen Vergangenheit erinnert ein Aufruf einer italienischen Gewerkschaft, die einen Boykott von jüdischen Geschäften gefordert hat. Erst nach Protesten hat sie die Forderung in einen [...]
Auch Naomi Klein ruft im Guardian zum öffentlichen Boykott Israels auf. Würde man etwas anderes erwarten, wäre es einfach nicht zu fassen…
Naomi Klein:
http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2009/jan/10/naomi-klein-boycott-israel
Yaacov Lozowick hat dazu etwas geschrieben:
http://yaacovlozowick.blogspot.com/2009/01/jewish-antisemites-naomi-klein.html
Hochachtung. Sehr einseitige Berichterstattung auf dieser Seite hier. Ich will ja niemanden der bewussten Lüge bezichtigen, aber: Wo auf Google soll denn bitte „Israel“ aufscheinen, wenn man „Boykott“ eingibt?
Und warum weißt man im Sinne der Ausgewogenheit nicht auch auf solche Sachen hin: „Juden, kauft nur bei Brüdern“, steht in hebräischen Schriftzeichen auf dem Betttuch, das zwischen zwei Verkehrsschilder gespannt ist. „Soll heißen: Juden, kauft nicht bei Arabern“, erklärt der jüdische Israeli Schimon Ben Schuschan. „Der Slogan ist super, wir haben ihn auch per SMS-Kette verschickt.“
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,584121,00.html
Aber dieser Artikel ist ja wahrscheinlich wieder „antisemitisch“ – wohingegen dieser Eintrag nicht antiitalienisch ist, oder wie?
Und? Stark genug, diesen Kommentar stehen zu lassen?
@ Michael
Ein bisschen verspätet aber trotzdem! Wenn du in deinem Browser oben rechts bei Google boykott eintippst kommen diese Vorschläge von Google:
1) boykottieren
2) boykottiert
3) boykott jüdischer geschäfte
4) boykott bielefeld (???)
5) boykottieren synonym
6) boykottiere
7) boykott israel
etc.