Der beste Wahlwerbespot, den ich jemals gesehen habe, ist der aktuelle von John McCain:
Winston Churchill für McCain. Warum können Hillary und Obama dem nichts entgegensetzen? Weil sie eben nicht in dieser Tradition stehen. Weil sie den Mainstream verkörpern. Weil ihr Kampf kein Kampf ist, sondern ein Nachgeben in das Populäre; sei es Health Care oder Irak.
Das Unpopuläre zu vertreten; Durchhalten, Kämpfen, Verluste hinnehmen: Das ist es, was die westliche Welt jetzt so dringend braucht. Sie braucht keinen zweiten Jimmy Carter. Sie braucht - gerade heute - einen zweiten Winston Churchill.
Tatsächlich lese ich gerade Der zweite Weltkrieg von Churchill, und es ist erschreckend, mit wie vielen Parallelen des Appeasement man es heute zu tun hat. Daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Das Abwarten, das Prinzip des Pazifismus, die Gleichgültigkeit gegenüber dem Bösen; all dies hat unsere Zivilisation die Opfer von Holocaust und Weltkrieg gekostet. Kein Gegenargument dazu war bisher schlüssig.
In dieser Zeit von unübersichtlicher Multipolarität, weltweitem Terrorismus und ernsthafter Bedrohung durch den politischen, mit Nuklearwaffen ausgerüsteten Islam, darf kein Feigling ins Weiße Haus einziehen. Never give in, except to convictions of honor, and good sense. Never Yield to Force.
Das ist so wahr.







[...] Letter of Intent: Mehr als dieses Video braucht es eigentlich nicht… – the case for [...]
ich würde niemals jemanden wählen der auf die frage was man mit dem iran macht, wenn er nukleare Waffen beherbergt “bomb bomb bomb, bomb the iran” antwortet…
mit krieg ist noch niemanden geholfen worden. wann fängt die menschheit denn an aus der geschichte zu lernen?…
Mit Krieg ist noch niemandem geholfen worden? Den KZ-Insassen in Nazi-Deutschland auch nicht?
Darum geht es ja gerade: Wir haben gerade aus der Geschichte gelernt, dass man viel früher eingreifen muss. Wenn Europa damals auf Churchill gehört hätte und z.B. 1938 die Besetzung der Sudetengebiete nicht zugelassen, sondern Deutschland stattdessen angegriffen hätte, dann wäre auch der gesamte Weltkrieg verhindert worden, inklusive Holocaust. Ich finde, das ist die Gewaltanwendung wert.
ohne den krieg den die deutschen geführt haben und ohne das an die macht kommen lassen von hitler, wäre es ja erst gar nicht zu kz-insassen gekommen.
ich stimme dem zu, dass man früher eingreifen muss ABER doch nicht mit krieg! was können zivilisten dafür, wenn es schon soweit ist und sie sich in einer diktatur befinden und somit unweigerlich nichts an ihrer regierung ändern können ohne zu politisch verfolgten zu werden, dass ihre regierung, die nur aus wenigen menschen besteht, bestimmte schritte geht? diese dann töten? wem ist dann geholfen? wäre es das wirklich wert tausend, was sag ich abertausende, menschenleben zu opfern?
Ja genau, man hätte ihn gar nicht erst an die Macht kommen lassen dürfen. Deutschland hat auch schon vor dem Krieg seine KZs gebaut.
Genau so wie in Iran 12jährige Mädchen zwangsverheiratet und legal vergewaltigt werden, oder Homosexuelle gehängt, oder in Nordkorea Millionen Menschen verhungern, weil der Diktator sich in seinem Palast verschanzt. Was ist denn Deine Alternative? Reden? Wir können in Deutschland noch nicht mal die Bahnlöhne durch Reden ausverhandeln.
Oder wegschauen? Wenn dann Ahmadinedjad seine geheim gebaute Nuklearwaffe irgendwelchen Terroristen an die Hand gegeben hat, die sie auf Tel Aviv werfen, ist es zu spät.
Glaube mir: Ich bin kein Freund von Krieg. Aber ich finde, die Welt hat eine Verpflichtung, dort einzugreifen, wo Demokratie, Freiheit und Menschenrechte bedroht sind. Wenn nötig, mit Gewalt. Und meistens ist es nun mal nötig, denn es wird sich nicht von selbst erledigen.
Und um somit also Deine Frage zu beantworten: Den Israelis würde es schon mal helfen. Das Bombardieren des Iran wäre daher auch irgendwann gerechtfertigt, wenn sich der Kurs dort nicht ändert. Ebenso, wie das Bombardieren von Deutschland gerechtfertigt war.
Wir haben uns eben auf Spirit of Entebbe gekloppt….das Video hier finde ich indes super. Da kribbelt es bei mir angenehm
Also ich bin sicherlich nicht dafür, dass kleine Mädchen vergewaltigt werden oder andere Unschuldige umgebracht werden… Oder wegzusehen, ist ja klar.
Aber trotzdem werde ich weiterhin den Standpunkt vertreten, dass Krieg nicht die richtige Lösung ist.
Richtig, man sollte eingreifen, aber nicht indem man Bomben auf Zivilisten schmeißt. Wie unsinnig das in meinen Ohren klingt.
Nunja, wir werden wohl nicht auf einen Nenner kommen.
PS: Soweit ich weiß wurde das erste KZ (Dachau) erst nach der Umwandlung der Weimarer Republik in eine Einparteien- und Führerdiktatur “eröffnet”. Und da waren es auch noch keine reinen Vernichtsunglager, sondern zunächste Arbeitslager. Soviel dazu.
Spannend.
Sie haben erkannt, dass die Welt komplexer geworden ist und als Antwort setzen sie John Wayne ein.
Das finde ich okay. Ich mag es, wenn Texte irritierend sind.
Irgendwie erinnert mich ihr Text sehr an McCains Reden. Er spricht auch von einer immer komplexer werdenden Welt, von neuen Gefahren, die schwer zu fassen sind. Seine diesbezüglichen Lösungsvorschläge stammen hingegen aus dem Mittelalter.
Ich möchte Ihnen sagen: Man kann den nahen und mittleren Osten nicht mit einer 2. Weltkrieg-Semantik erklären und verstehen, so verlockend das sein mag.
Glauben Sie mir, ich kenne sehr wohl die Innenstruktur von amerikanischen Militärfamilien. Und mir tun die Jungs und Mädels leid, die mit einer Kick-Ass-Mentalität da runter fahren und am Ende die Welt nicht mehr verstehen (falls sie noch leben).
Das ist überhaupt das spannendste für mich: Selbst die Konservativen müssten diverse Strategien der Bushregierung ablehnen (McCain scheint nicht wirklich viel neues zu bieten [Obama übrigens auch nicht, das Sie mich da nicht falsch verstehen]). Was hat es gebracht?
Die USA haben ihre Angreifbarkeit offenbart. Und jeder, der sich etwas mit Soziologie oder Politik auseinandergesetzt hat, muss doch wissen, dass Macht in der Androhung, nicht aber in der tatsächlichen Umsetzung, am wirkungsvollsten ist.
Dennoch: gut geschrieben
Vielleicht komme ich mal wieder vorbei.
A.