Verfasst von: Wullenwever | 6. Januar 2008

Hagen Rether

Ich habe mich immer gefragt, ob nur solche Menschen Akteure beim politischen Kabarett werden, die keinen Widerspruch ertragen können. Es ist diese Selbstherrlichkeit, von oben, von der Bühne herab die Welt aufklären zu wollen über die ganze Wahrheit, die mich am Kabarett stört. An einer politischen Meinung ist nichts auszusetzen, auch wenn sie nicht der meinen entspricht. Aber man hat sich gefälligst Widerspruch und Diskussion auszusetzen. Und wie kann das schon stattfinden bei dem willfährigen Publikum aus Soziologen und Lehrern?

Ein Kabarettist ist dabei der Gipfel der Arroganz: Hagen Rether. Das sehen zumindest sehr viele so. Lizas Welt hat einen hervorragenden Artikel zu ihm erstellt, dagegen ist Clemens Heni im WadiBlog fast ein bisschen bösartig, hat aber durchgehend recht. Auf seinen Antisemitismus gehen der Fuchsbau und Die Jüdische ein.

Der Kerl polarisiert so wahnsinnig, dass - wie sollte es anders sein - auf der anderen (zumindest quantitativ stärkeren) Seite wahre Jubelgesänge auf ihn anklingen. Begonnen hat damit der Spreeblick schon vor längerer Zeit, andere Blogs sind auch aktuell dabei, und sogar die FAZ, die teure FAZ, oder die Süddeutsche, finden den gut.

Nun ist der Herr am 26.01. in Lübeck, meiner Heimat. Zu meiner freiheitlichen Einstellung gehört auch, dass ich ihm seine Meinung lasse und seinem zu erwartenden Publikum einen schönen Abend bei den ganzen Hetzen gegen Menschen (!) wie Bush, Broder, Giordano und Co. wünsche.

Aber Widerspruch muss sein, und dann wenigstens hier.

Antworten

Verzeihung,aber das hört sich so an als wären sie eher generell dem Kabarett gegenüber negativ eingestellt, schließlich ist ein Kabaretist ja nur jemand der einem Personenkreis seine Meinung kundtut,das macht ja darüber ob sich ein Kabaretist Widerspruch stellen würde oder nicht keine Aussage.
Hetze ist ein hartes Wort,meiner Meinung nach überspitzt Herr Rether lediglich einige Themen und auch das gehört so zum Kabarett-der Einsatz von Stilmitteln.

Tja, das bin ich wohl auch: negativ zum Kabarett eingestellt. Denn in der Tat habe ich noch keinen Kabarettisten erlebt, der nicht mittels recht billiger Polemik die Lacher seines Publikums generiert hat. Wahrscheinlich mag ich sogar beides nicht: Das Kabarett und sein Publikum.

Was nun Hagen Rether angeht: Er treibt es auf die Spitze. Er hält sich offenbar für einen politischen Vordenker. Aber er hat gegenüber jedem Politiker den Vorteil, dass er offenbar nicht auf Gegenargumente eingehen muss. Er bekommt ja noch nicht einmal welche zu hören. Der Kerl setzt sich ans Klavier und hält seine Reden, meist indem er sehr unfreundlich und platt über Leute herzieht, die nicht anwesend sind.

So was kann jeder.

Tatsächlich sind die 4 von Ihnen genannten Zeitschriften Herrn Rether gegenüber sehr boshaft eingestellt,die größeren Zeitungen Deutschlands allerdings loben ihn und seine Überspitzung,ebenso wie das Publikum ihn liebt,dem er ja schon zahlreiche Preise verdankt.

Ich glaube nicht das er sich für einen Vordenker hält,er hebt sich ur mit seiner Meinung von der Masse ab.Nun gut das er sich keinem Gegenargument stellen muss mag ja stimmen ebensowenig müssen sich andere Kabaretisten rechtfertigen und in dem Punkt kommt es auf die individuelle Einstellung dem Kabarett gegenüber an.Tatsächlich sind seine Sprüche über einige Prominente teilweise sehr hart, andererseits kann wohl niemand leugnen das es auch Sprüche zu Prominenten gibt die durchaus im Kern die Wahrheit tragen.

Schließlich traut er sich Sachen zu sagen die sich andere Leute nicht trauen so zu formulieren.
Eben das kann nicht jeder.

Tja, sehen Sie: Eben letzteres, das mit dem “nicht trauen”, das glaube ich nämlich nicht. Rether tut ja eigentlich nichts anderes, als die Außenpolitik der USA und George W. Bushs abzulehnen. Gleichzeitig wettert er gegen Schäuble und den Papst - mainstreamiger geht es doch gar nicht mehr.

Es wäre doch tatsächlich mal Wahnsinn, wenn ein Kabarettist sagen würde “Der Einmarsch in den Irak war richtig” oder “Hugo Chavez ist ein Faschist” - dann wird er aber gelyncht von seinem Lehrer-Publikum, das verspreche ich Ihnen.

So aber erwartet Rether nur ein vielwissendes und selbstefälliges Lächeln seiner Fans - wir sind die Guten, wir mucken auf. Und zwar mit Themen, die laut Umfragen 80 Prozent der Deutschen genau so sehen. Was für ein Rebell.

Aber etwas anderes: Ist Ihnen aufgefallen, wie ungerecht eigentlich seine Positionen sind? Er verteidigt den Islam vor jeder offenen Diskussion über die Vereinbarkeit mit westlichen Werten. Es gibt ja Religionsfreiheit, und der Islam bedeutet den Menschen etwas.

Was anderes gilt aber für den Papst. Den darf er hübsch ausnehmen, als alternden Universitätsprofessor und “Spalter” bezeichnen. Ich bin kein Katholik, aber wo ist denn da der Respekt vor den Werten einzelner?

Ach ja, und natürlich dies noch: Wer Israel einen Apartheidsstaat nennt und sich bis dato nicht korrigiert geschweige denn entschuldigt hat, der hat im gebührenfinanzierten Rundfunk nichts zu suchen, so einfach ist das.

Den Einmarsch in den Irak als richtig zu bezeichnen,natürlich das wäre eine andere Meinung,aber natürlich weiß jeder das dieser Irakkrieg Unsinn war und ist.Und natürlich Schäuble,USA Außenpolitik und der Vatikan das sind alles Sachen über die man verschiedene Meinungen haben kann.Und das Kritik am Papst mainstream ist darf ich mal stark anzweifeln.

Umfragen sind immer eine vage Sache aber das mag stimmen.

Nun gut der nächste Punkt,Islam und Islamismus sind 2verschiedene Dinge im Zuge dessen warum soll nicht auch mal jemand den Islam verteidigen?In Deutschland herrscht ja nunmal auch durch viele Medien eher eine Antiislamstimmung,schauen sie sich die Titelseiten von Spiegel und Stern der letzten Monate an,gut die Hälfte ist über den Islam.Titel wie “Wie gefährlich ist der Islam?” legen ja nun keine objektive Sichtweise dar.Wenn Sie jemanden auf der Straße fragen womit sie den Islam verbinden wird immer wieder das Wort Terrorismus fallen.Aber natürlich ist nicht jeder Moslem ein radikaler Islamist wie das durch Medien gern und viel suggeriert wird.

Nun zum Papst,meiner Meinung nach ist da Kritik durchaus angebracht.Der Vatikan verbietet Kondome,und auch im Vatikan dürfte angekommen sein das nur Kondome wirksamen Schutz gegen AIDS bieten.Abgesehen davon lässt der Papst 6000Exorzisten ausbilden,ich bitte sie,wozu denn um Himmels Willen brauchen wir Exorzisten?

Und zum Thema Apartheidstaat kann ich nur sagen:Ich sehe ein das diese Formulierung sehr unglücklich ist ,aber auch Israel ist kein so guter und menschenrechtsverherrlichenderer Staat wie er gern verkauft wird.

Tatsache ist,das man auch mal Dinge aussprechen muss wie sie sind,man darf nicht immer um den heißen Brei herumreden.
Herr Rether vertritt nunmal auch diese Ansicht das in Deutschland zu wenig nachgedacht wird.

“Jeder” weiß, dass der Irak-Krieg Unsinn war? Nun. “Jeder” bis auf ein paar hundert Millionen Menschen in aller Welt, einer von ihnen nennt sich hier Wullenwever. Der weiß es zumindest nicht. Er hält es für möglich, aber er weiß es nicht. Jedenfalls findet er es schon mal gut, dass Saddam Hussein der Vergangenheit angehört.

Ich möchte ja Rether gar nicht verbieten “Kritik” zu üben. Aber ich finde, dass er sehr, sehr unkreativ bei der Ausübung dieses Rechts ist. Im Grunde sind es nämlich alles völlige Allgemeinplätze, die er zu diesen Themen anbietet, aber vielleicht ist das wirklich Geschmackssache.

Also zum Islam und Papst: Sehen Sie, das ist die Ungerechtigkeit, die ich meine; Da gibt es Diktaturen und Pseudo-Demokratien, in denen im Namen des Islam Mädchen ausgepeitscht werden, weil sie sich haben vergewaltigen lassen und Homosexuelle hingerichtet werden aufgrund ihrer geschlechtlichen Orientiertung. Gleichzeitig werden organisiert 12jährige von älteren Männern vergewaltigt, die auf einmal ihre Ehemänner sind.

Und auf der anderen Seite ist da ein Papst mit seiner gesamten katholischen Kirche, der Enthaltsamkeit außerhalb der Ehe predigt. Und deshalb natürlich Kondome nicht zulassen kann, weil es diesem Prinzip völlig widersprechen würde. Nun gibt es nirgends ein Regime, dass in diesem Sinne tatsächlich Druck oder Gewalt ausüben würde, wie das in den o.g. islamischen Staaten der Fall ist. Da ist also schon einmal eine Ungleichbehandlung Rethers zwischen Papst und islamistischen Führern (von Terroristen rede ich ja noch gar nicht) auszumachen, wenn er an dem einen Kritik übt, an den anderen aber nicht.

Und was des Papstes Dogmen angeht, taucht bei mir schon die Frage auf, warum sich denn alle Welt mit AIDS infiziert, weil sie in der Kondomfrage auf den Papst hört? Sie hört doch schließlich auch bei der Enthaltsamkeit nicht auf den Papst! Ist es denn letztlich tatsächlich die Schuld des Papstes oder der lieber ohne Gummi nagelnden Männer?

Last but not least: Wo genau mögen Sie denn nun Kritik üben an der Menschenrechtspolitik des Staates Israel? Ich bin sehr gespannt.

Zur Menschenrechtspolitik Israel empfehle ich die Seite: http://www.kritische-stimme.de/Menschenrechte.htm

ach ja und dann wollte ich noch zum Thema Irakkrieg sagen das Saddam Hussein ja nun unleugbar hausgemachtes Problem der CIA und der amerikanischen Regierung war.Meine Antworten zu Papst,Vatikan und dem Islam halte ich jetzt mal zurück weil mir klar ist das wir uns da wohl nie einig würden.

Diese “kritische Stimme” ist eine Ansammlung von falschen Behauptungen und Verharmlosungen des palästinensischen Terrors. Ich bitte doch einmal sehr darum, die dortigen Zeilen mit der Kenntnis zweier Grundvoraussetzungen zu lesen:

1. Israel hat ein uneingeschränktes Recht auf seine Existenz als jüdischer Staat und auf die Verteidigung gegen Angriffe und Terror jedweder Art.

2. In keinem arabischen Staat haben die Palästinenser im speziellen und sonstige Araber im allgemeinen so viele Rechte wie in Israel. Es ist das einzige Land im gesamten arabischen Raum mit einer funktionierenden Demokratie und einem Rechtssystem, das universelle Menschenrechte anerkennt und durchsetzt.

Vor diesem Hintergrund von einer “Diskriminierung” von Palästinensern zu sprechen, nachdem “die ‘Intifada’ zum Ausbruch gekommen” sei, ist doppelt mies. Zunächst war die sog. Intifada ein langfristig geplanter terroristischer Aufstand mit dem Ziel Israel zu zerstören. Eine Diskriminierung ergibt sich danach nur insoweit, als Israel nicht nur zu diesem Zeitpunkt, sondern auch im Anschluss und zu jeder Stunde mit Anschlägen und Terror im eigenen Land rechnen muss, die von Palästinensern ausgehen.

Ich halte diese Seite vor diesem Hintergrund für so völlig indiskutabel, dass ich eigentlich gar nicht auf sie eingehen möchte. Dennoch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die immer wieder vorhandenen Argumentationen gegen Israel tatsächlich in erster Linie von Unwissenheit, und erst an zweiter Stelle von Antizionismus geprägt sind.

Wenn allerdings, und dabei bleibe ich nun also immer noch, Hagen Rether vom Apartheidstaat Israel spricht, dann ist das pure Ignoranz gegenüber der Realität diese Staates. Und ganz typisch für das, was ganz gewöhnliche Antisemiten auch immer so gerne erzählen.

Oh Mann, zum Irak: “unleugbar”? Wo kommen nur immer diese Worte her? Ist “unleugbar” dann, wenn abends auf den Parties keiner widerspricht? Oder wenn das in der Frankfurter Rundschau oder bei Wikipedia mal so steht? Oder wie?

Bitte keinen weiteren Verschwörungsstuss hier.

1.Natürlich kann man nicht glauben wollen was man im Internet liest und das mag auch jeder für sich selbst händeln.

2.Ich persönlich differenziere mich klar vom Antizionismus,ebenso enthalte ich mich Kritik dem Islam gegenüber,jede Medaille hat 2 Seiten.

3.Wenn Hagen Rether vom Apartheidstaat spricht wird er seine Gründe haben,ich verweise nochmal auf Seiten über Menschenrechtsverletzungen,da wird man tatsächlich auch Israel finden.

4.Das die USA Hussein zur Macht verholfen haben,ist keineswegs eine Verschwörungstheorie sondern überall nachzulesende Tatsache.Damit ist das nunmal unleugbar.

Hintergrundwissen tut gut.

Wenn der Humor verloren geht, dann ist der Fundamentalismus auch nicht mehr weit.
Gell?

Hagen Rether trifft ganz wunderbar und präzise die wunden Punkte der Gesellschaft, er redet Klartext ohne wenn und aber, ohne Angst vor Verlusten finanzieller Art; denn frei nach dem Motto „die Einäugigen lachen über die Blinden“ führen normalerweise die Kabarettisten durch`s Programm und können sich der Lacher des unkritischen Publikums sicher sein.
Hagen Rether aber nimmt sich der Themen an, die unbequem sind für die Wirtschaft, aber auch für jeden Einzelen von uns.
Er prangert das kapitalistische System an, welches verantwortlich ist für solche Faktoren wie z.B. Umweltverschmutzung und der Gesellschaft abhanden gekommenen Moral und Ethik, ohne mit dem Zeigefinger zu wedeln. Ob die unerträglichen Lebensbedingungen der Tiere, die in unseren Bäuchen landen und/oder dem damit verbundenen Hunger auf dieser Welt, endlich nutzt ein Kabarettist mal die Öffentlichkeit, um auf so etwas in gekonnt ironischer Weise, ohne das Thema an sich in Lächerliche zu ziehen, aufmerksam zu machen!! Absolut genial!
Lieber Herr Rether, wir sehen uns am 28.08. im St.Pauli Theater!;)

Also die USA haben doch schon öfter “kleine Schweine” zu “großen Schweinen” gemacht, um sie dann hinterher platt zu machen, wenn ich mal so flapsig ausdrücken darf. Da wo machtpolitische-wirtschaftliche Interessen im Spiel sind, wird über Leichen gegangen. Das ist Realität und dafür brauchen wir keine Verschwörungstheorien.

Hagen Rether ist vor allem jemand, der die Augenwischereien der Mächtigen schonungslos entlarvt- vielleicht tut es deshalb so weh, ich weiß es nicht…
Hagen Rether ist Intellektueller, Moralist von Herzen und ganz sicher kein Antisemit. Weitere Ausführungen erspare ich mir hier.

Wirklich klasse, das es noch einen gibt, der seine Meinung sagen darf, ohne gleich mit Geldstrafen und Bewährungsstrafen oder Gefängnis, die Todesstrafe gibt es ja noch nicht wieder, bedroht zu werden, vom angeblichen Antiterrorkrieg gegen Andersdenkende.
Lange wird es nicht mehr gutgehen, dann macht ihm das repressive System den Garaus. Die Beamten wollen ihren Status gesichert haben, und Kritik daran ist lebensbedrohlich für den Status Quo. “Alle Andersdenkenden in die Arbeitslosigkeit, in die Armut in die Gosse oder ins Gefängnis.”

Mein Mitmensch Wullenwever scheint nicht zu erkennen,dass auch die Kabarettisten eine sehr notwendige Funktion im öffentlichen Diskurs haben. Warum sonst hätte Adolf Hitler zu Zeiten vor Zeiten die meisten von ihnen in Umerziehungslagern verschwinden lassen. Es ist wohl nicht zu viel behauptet, wenn man die Kabarettisten als “politische Feinschmecker” betrachtet. Sie machen uns mit ihren meist geistreichen Beiträgen auf die “Wahrheit hinter der Wahrheit” aufmerksam. Was ihr Publikum betrifft, so besteht es glücklicherweise nicht nur aus Lehrern und Sozialpädagoginnen. Kurz und gut: So lange es in der Bevölkerung noch Leute gibt, die sich eine exklusive öffentliche Meinung erlauben und solche, die gut zuhören können und dem Berliner Politklüngel nicht alles zum Nennwert 1:1 abnehmen, ist mir um unsere politische Kultur nicht bange. Vielleicht stört auch viele, dass in der Berliner Republik ganz anders ausgeteilt wird als in der früheren Bonner. In dieser Hinsicht stehen wir möglicherweise wieder näher an der Weimarer Republik. Dafür spräche auch die zunehmende Zersplitterung im Parteienspektrum der Paramente. Was Wunder, wenn Kabarettisten wie Hagen Rether unter solchen Umständen nicht nur jede Menge Arbeit, sondern auch ein großes Publikum bekommen!!

Um es vorweg zun sagen, ich teile einige entscheidende Ansichten von Herrn Rether und vor allem denke ich, er macht ein gutes Unterhaltungsprogramm mit einem gewissen Anspruch.

Was ich an diesem Thread nicht verstehe, ist, daß der Teilnehmer Wullenwever Herrn Rether seinen Job übel nimmt?
Ist eine Welt ohne solches Kabarett eine bessere oder gerechtere?

Wäre das ohne Überspitzungen noch lustig und ist Kabarett, welches nicht lustig ist, überhaupt erstrebenswert?
Außerdem ist mir bei so manchem Witz von Herrn Rether mein Lachen im Halse stecken geblieben… weil mich seine Formulierungen auf mein eigenes Fehlverhalten hingewiesen haben… wenn er also zur Selbsterkenntnis beiträgt, so empfinde ich dies als gut.

Ohne die Themenfremde Nah-Ost Problematik hier zu ausufernd darzustellen, bitte ich einfach darum sich zu verdeutlichen, daß auf beiden Seiten Menschen mit den gleichen Bedürfnissen und Gefühlen leben, wie auch wir sie empfinden.

Gruß,
SNM

Der Meinung von SNM kann ich mich nur anschließen, von Zeit zu Zeit tut ein wenig Selbsterkenntnis der lieben Seele doch ganz gut.

Die Absicht meines kleinen Eintrages ist eine andere:

“Ich habe mich immer gefragt, ob nur solche Menschen Akteure beim politischen Kabarett werden, die keinen Widerspruch ertragen können.”

Nun, im Moment frage ich mich, ob der Verfasser dieses Blogeintrages sich nicht einfach etwas Aufmerksamkeit und eine gute Gelegenheit zu provozieren wünscht?

Ich persönlich finde es bedenklich, dass ein Kabarettist, der solch “schwierige” Themen bewusst wählt um sein Publikum zum Nachdenken anzuregen, hier solchen Vorwürfen ausgesetzt ist - meiner Meinung nach mit dem Ziel, die Welt (oder zumindest die Leser) an seiner “Weisheit” und seiner überragenden Diskussions-Fähigkeit teilhaben zu lassen.

“Es ist diese Selbstherrlichkeit, von oben, von der Bühne herab die Welt aufklären zu wollen über die ganze Wahrheit, die mich am Kabarett stört.”

Diese unterstellte Selbsherrlichkeit, kann man so manchem Blogger auch unterstellen, oder etwa nicht?

“Und wie kann das schon stattfinden bei dem willfährigen Publikum aus Soziologen und Lehrern?”

???

Mein Fazit:
-höchst befremdlich-

Ein angenehmes Leben noch

Anmerkung:
Mein Beitrag enthält einen Satzbau-Fehler, ich bitte dafür um Entschuldigung.

PS: G. W. Bush ist ein menschenverachtender Kriegsverbrecher!
Dieser Herr hat nicht nur 2 Angriffskriege geführt, sondern dieses Vorgehen auch mit kontrollierten Medien unterstützt, sowie die Grundrechte der US-Amerikanischen Bürger massiv beschnitten - siehe freie Meinungsäußerung.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit

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